MMK
Die Düsseldorfer Küstlerin lässt den in Farbe getauchten Pinsel oder Spachtel auf
der
meistens großformatigen Leinwand tanzen. Dabei wird sie durch die Sehnsucht
nach Kunst –
wie sie selbst sagt – geleitet. Somit geht es in ihren Bildern um das
Malen an sich,
das Malen als Prozess. Einem Prozess, der für den Betrachter durch
den deutlichen Pinselduktus
sichtbar und somit zum Teil sogar nachvollziehbar ist.
Allein dieser Malprozess ist es,
der das Bild gestaltet. Anfangs ist er erruptiv,
dynamisch und intensiv bis er zur Ruhe
kommt und endlich stabil wird und somit das
Werk beendet. In seiner nach Entladung im
Ausdruck verlangenden Kraft beginnt er
mit der Suche nach Gestalt, die zu Beginn des
Malprozesses noch nicht benannt ist,
nach Leerräumen, die besetzt werden möchten
und Bewegung, die in der Balance
ihre Endform findet. Folglich ist die Künstlerin „nur“
ein Medium der Kunst, ein ebensolches Werkzeug
wie der Pinsel oder die Farbe.
Auf diese Weise werden Entscheidungen über das
Gestalten des Motivs und seine
Entwicklung im Bildraum spontan aus dem Gefühl
und nicht aus dem Verstand bestimmt,
weshalb die Bilder von Marcela Margaret
Kozlik ganz autonom sind, um nicht zu
sagen ein Ausdruck des bloßen
Kunstwesens an sich und ihrer Natur selbst.
Genau aus diesem Grund, haben ihre Bilder auch keine Titel, die wiederum
Gegenständliches suggerieren, somit das Denken fordern und das Empfinden
unterdrücken.
Ihre Gemälde sind entweder ausgewogene Farbkompositionen oder
sich entladende
-explosionen, die – ähnlich wie bei Kandinsky – nur abstrakte Titel
tragen, nämlich Nummern.
Sie zeigen lediglich die Entstehungsfolge, über ihren
Inhalt treffen sie nicht einmal die
geringste Aussage. Diese muss der Betrachter
selbst – für sich – herausfinden,
wobei er vollkommen frei ist.